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Die Heilkraft der Meerbäder

Kommt die Zeit heran, in der wir Reisepläne zu schmieden beginnen fängt unser Herz an, sich nach dem Gesang der Wellen zu sehnen. Unvergesslich ist ihr Spiel, ihr ständiger Anprall gegen die unbeweglichen Felsen und ihr schäumendes, rollendes Verlaufen im Sande. Trotz dem machtvollen Ungetüm, mit dem sie herbeieilen und wieder verschwinden, vermögen sie eine angenehme, nervenberuhigende Wirkung auszulösen. Wir werden nicht satt davon, ihnen zuzuschauen. Gelassen ruhen wir aus, ohne dass in uns ein Verlangen wach werden würde, an ihrem Tanze teilzunehmen.


Die Meerluft

Abends oder am Morgen regt sich in uns das Bedürfnis nach Bewegung und wir wandern den Strand entlang. Noch mögen morgens die andern Kurgäste in ihren Betten liegen, während wir schon die erlabende Wohltat der gesunden Meeresluft auf uns einwirken lassen. Würzig, salzig, jodhaltig dringt sie auf uns ein und fängt an, unseren alten, verhockten Katarrh zu lösen. Unsere regelmäßigen Tiefatmungsübungen während unserer Strandwanderungen helfen mit, alle Überreste winterlicher Erkältungserscheinungen zu beseitigen. Tatsächlich erweist sich die Meerluft für unsere Atmungsorgane sowie für die Drüsen mit innerer Sekretion als Heilmittel im reinigenden und im anregenden Sinne. Es ist bekannt, dass besonders die Schilddrüse nicht nur auf die Meerluft, sondern auch auf das Meerwasser und die Meerpflanzen sehr stark anspricht, und zwar hauptsächlich wegen des Jodgehalts. Wer unter starker Basedow-Erkrankung leidet, wie auch alle Hyperthyreotiker sollten die Anwendungen unbedingt dosieren. Sollte jemand an der Meerluft oder beim Meerbad vermehrten Puls und starkes Herzklopfen verspüren, sollte er den Aufenthalt am Strand täglich nur sehr knapp bemessen. Mit der Zeit wird sich der Organismus an den wuchtigen Angriff gewöhnen, so dass sich die Dauer allmählich auf einige Stunden erstrecken darf. Je mehr die Störungen verschwinden, um so länger darf sich unser tägliches Strandleben ausdehnen. Wenn wir stets darauf bedacht sind, uns vernünftig zu verhalten, werden wir auch einen viel rascheren Heilerfolg haben.


Das Meerbad

Das Baden im Meer wird in verschiedener Weise auf uns einwirken. Das Salzwasser hat es an sich, dass es sich osmotisch betätigt, indem es Wasser aus dem Körper zieht. Das hat zur Folge, dass sich jene Leute, die immer etwas Wasser in den Beinen haben, nach einem Meerbad bedeutend wohler fühlen. In der Hinsicht wirken Meerbäder wie Meersalzwickel. Wer zu Fettleibigkeit neigt, nimmt durch Meerbäder in der Regel an Gewicht ab, auch wenn seine Ernährung dabei gleichbleibt. Der Abbau von überflüssigem Fett kann erfolgen, weil das Meer die Schilddrüsen- und Keimdrüsentätigkeit anregt und den gesamten Zellstoffwechsel fördert. Dieser Umstand leistet deshalb auch der schlanken Linie gute Dienste, und sie sich anzueignen tritt daher bei etlichen in den Bereich der Möglichkeit. Die Meerluft und die Meerbäder wirken sich bei Kreislaufstörungen günstig aus. Auch Zuckerkranke ziehen Nutzen aus den Meerbädern, wenn sie viel schwimmen und Strand- oder Dünenwanderungen durchführen. Wem die Managerkrankheit mit ihren gefürchteten Gefahren droht, der sollte nicht zögern, diese durch eine Meerbadekur erfolgreich zu bekämpfen, denn es gibt kaum ein besseres Heilmittel dagegen. Dabei sollte die Verbindung mit der Arbeit unterbunden und nicht durch ein Telefon im Ferienzimmer aufrechterhalten werden. Völliges Ausschalten ist während der Kurzeit unbedingt notwendig, denn nur dann können sich die Vorzüge des Meeraufenthaltes gut auswirken.

Für alle gilt die erfolgverheißende Regel, die während der Kurdauer unbedingt frühzeitiges Zubettgehen fordert. Das hat zu Folge, dass jegliches Nachtleben entfällt, während die Morgenstunde Gold im Munde haben wird, denn es ist nach einer geruhsamen Nacht leicht, frühzeitig zu erwachen und seine morgendliche Strandwanderung völlig erfrischt durchzuführen. Das wird einen herrlichen Appetit verschaffen, so dass das Morgenessen wunderbar munden wird, besonders, wenn es aus einem Fruchtmüesli, einem Honigbrot und Bambukaffee bestehen darf.

Wer es versteht, seine Zeit richtig einzuteilen, wird sich von seinen Ferien am Meeresstrand die ähnliche Wirkung versprechen dürfen wie von jenen in den Bergen. Führen wir dem Körper das zu, was ihm bekömmlich ist, dann werden wir an beiden Orten den gewünschten Erfolg erlangen. Das träge Herumliegen in der heißen Sonne ist nirgendwo von Nutzen. Man muss sich in unverdorbener Luft gründlich bewegen, muss viel und tief atmen und nachts genügend Ruhe einschalten. Wer zugleich auf gesunde Nahrung achtet, ist nach den Ferien wieder fähig, seinem Pflichtenkreis gestärkt und erholt vorzustehen.

27.1.11 16:48

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