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Das Sitzbad und seine Heilwirkung

Sitzbäder gehören zur Pflege der Gesundheit, und gleichzeitig dienen sie auch einer erfolgreichen Schönheitspflege. Wer regelmäßig Sitzbäder durchführt, fördert die Durchblutung aller Unterleibsorgane, was gesundheitlich von großem Nutzen ist. Vor allem ziehen die Eierstöcke aus dieser regelmäßigen Pflege Vorteil, sind sie doch gegen Kälteeinflüsse und Stauungen sehr empfindlich. Die vermehrte Anregung der Blutzufuhr, die das Sitzbad ermöglicht, beseitigt Stauungen, Reizungen und beginnende Entzündungen in den Eierstöcken oder Eileitern. Dies kann Verwachsungen und Unfruchtbarkeit verhindern. Was nützen uns die besten Medikamente und Naturmittel, wenn sie infolge von Stauungen oder Kreislaufstörungen auf dem Blutwege nicht bis zu den Diabetes kranken Organen kommen können? Im Blute liegt bekanntlich das Leben nebst den Heilfaktoren, weshalb es so wichtig ist, dass das Blut die leidenden Körperstellen erreicht. Hierzu eignen sich in erster Linie Wasseranwendungen, und für Frauen ist vor allem das Sitzbad am hilfreichsten. Mit einer schlechten Funktion der Unterleibsorgane können äußere Erscheinungen, wie fette Haut, Mitesser, Schuppen, Flechten, Jucken und anderes mehr im Zusammenhang stehen. Es gehört zu den Grunderfordernissen einer durchgreifenden Gesundheitspflege, dass die neuzeitliche Frau die Pflege ihrer Unterleibsorgane zielbewusst durchführt.

Auch das Gleichgewicht im Seelischen und im Gemütsempfinden der Frau hängt stark davon ab, ob die Unterleibsorgane, vor allem die Eierstöcke, gut funktionieren. Durch Bewegung, Gymnastik und besonders durch regelmäßige Sitzbäder kann jede Frau für eine richtige Durchblutung sorgen. Wenn sie bedenkt, wie sehr ihr Wohlbefinden von einer gewissenhaften Gesundheitspflege im erwähnten Sinne abhängt, wird sie sich bestimmt eher angespornt fühlen, neben ihren vielen anderen Aufgaben auch noch diese Pflicht auf sich zu nehmen.

Es ist vorteilhaft, dem Sitzbad einen Zusatz von Kräuterabsud beizugeben. Wer nervös ist, fügt dem Badewasser Melissentee bei, während Personen, die müde sind und die Neigung zum Frieren haben, Thymiantee verwenden. Ist die Haut trocken und neigt sie zu Schuppen, verwendet man vorteilhaft Stiefmütterchentee, während grobporige, rauhe Haut Wallwurztee erfordert. Man kann in solchem Fall zwar auch nach dem Bade mit der Wallwurztinktur Symphosan einreiben. Ist die Haut empfindlich und wund, dann eignet sich ein Zusatz von Käslikraut- oder Sanikeltee. Fette Haut dagegen spricht günstig auf das Kräutermeersalz an.

Man kann als Kräuterzusatz für das Sitzbad auch Heublumen verwenden, ebenso Wacholdernadeln. Wo Eukalyptusblätter zur Verfügung stehen, können auch diese Verwendung finden. Kräuter mit aromatischen Stoffen vermögen anzuregen oder zu beruhigen. Man muss je nach Notwendigkeit die Wahl unter ihnen treffen. Selbst Haferstroh, von dem man denken möchte, es sei nutzlos, kann man vorteilhaft verwenden. Auf alle Fälle ist ein Sitzbad mit Zugabe eines Kräuterabsudes wertvoller als wenn man es nur mit gewöhnlichem Wasser durchführt. Man kann Zeit und Mühe, die man aufwendet, um ein Sitzbad durchzuführen, nützen, indem man gleichzeitig die Heilwirkung der Kräuter auswertet.

Wöchentlich sollte man ein bis zweimal ein Sitzbad durchführen. In Krankheitsfällen kann man je nach Notwendigkeit die wöchentliche Anzahl steigern. 20-30 Minuten sollte das Bad dauern, und während dieser ganzen Zeit muss man die Temperatur des Wassers auf 37 Grad halten, indem man vom abgekühlten Wasser weggießt und heißes hinzugibt. Es ist ratsam, das Sitzbad abends unmittelbar vor dem Zubettgehen durchzuführen, denn man sollte nachher nicht mehr in die Kälte hinausgehen oder sich durch Herumsitzen im Hause abkühlen. Grundbedingung ist auch ein gut durchwärmter Baderaum, da ein kalter Raum dem Badenden zuviel Wärme entzieht. Es ist vorteilhaft, wenn man sich durch das Umhängen warmer Tücher zusätzlich wärmt. Ein Abkühlen der Körpertemperatur oder gar ein Frösteln beeinträchtigt den Nutzen des Badens.

Sehr erleichtert wird die Durchführung des Sitzbades, durch eine eingebaute Sitzbadewanne mit der Möglichkeit, das abgekühlte Wasser ablaufen und heißes zulaufen zu lassen, um die Temperatur auf 37 Grad zu halten. Man kann sich jedoch auch mit einer gewöhnlichen Sitzbadewanne behelfen; man muss aber einen Eimer mit sehr heißem Wasser neben sich stehen haben, um nachgießen zu können, während man zuvor etwas vom abgekühlten Wasser entfernt hat, was einen Krug und einen weiteren Eimer erfordert. Besitzt man nur eine Badewanne, dann kann man das Sitzbad auch in Form eines Halbbades durchführen, wobei man das Wasser nur bis zum Bauchnabel steigen lässt. Wenn man aber über Bade- und Sitzbadewanne verfügt, kann man sich behelfen, indem man über die Badewanne querlaufend ein Brett legt, worauf man alsdann die Sitzbadewanne stellt. Für das Aufstellen der Füße benötigt man ein zweites Brett. Die Handdusche des Vollbades ermöglicht ein müheloses Zugeben von heißem Wasser, und ein Krug dient uns, um genügend von dem abgekühlten Wasser in der unter uns stehenden Badewanne ablaufen zu lassen. Diese Einrichtung hat den Vorteil, dass wir nach Schluss des Bades keine schwere Wanne vom Boden heben müssen, sondern das Wasser einfach durch leichtes Kippen in die große Wanne ausleeren können.

Die regelmäßige Durchführung von Sitzbädern hat zur Folge, dass man durch die gesundheitlich günstige Wirkung länger jung bleiben kann, was sich natürlich auch seelisch und geistig günstig auszuwirken vermag.

1 Kommentar 27.1.11 16:58, kommentieren

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Die Heilkraft der Meerbäder

Kommt die Zeit heran, in der wir Reisepläne zu schmieden beginnen fängt unser Herz an, sich nach dem Gesang der Wellen zu sehnen. Unvergesslich ist ihr Spiel, ihr ständiger Anprall gegen die unbeweglichen Felsen und ihr schäumendes, rollendes Verlaufen im Sande. Trotz dem machtvollen Ungetüm, mit dem sie herbeieilen und wieder verschwinden, vermögen sie eine angenehme, nervenberuhigende Wirkung auszulösen. Wir werden nicht satt davon, ihnen zuzuschauen. Gelassen ruhen wir aus, ohne dass in uns ein Verlangen wach werden würde, an ihrem Tanze teilzunehmen.


Die Meerluft

Abends oder am Morgen regt sich in uns das Bedürfnis nach Bewegung und wir wandern den Strand entlang. Noch mögen morgens die andern Kurgäste in ihren Betten liegen, während wir schon die erlabende Wohltat der gesunden Meeresluft auf uns einwirken lassen. Würzig, salzig, jodhaltig dringt sie auf uns ein und fängt an, unseren alten, verhockten Katarrh zu lösen. Unsere regelmäßigen Tiefatmungsübungen während unserer Strandwanderungen helfen mit, alle Überreste winterlicher Erkältungserscheinungen zu beseitigen. Tatsächlich erweist sich die Meerluft für unsere Atmungsorgane sowie für die Drüsen mit innerer Sekretion als Heilmittel im reinigenden und im anregenden Sinne. Es ist bekannt, dass besonders die Schilddrüse nicht nur auf die Meerluft, sondern auch auf das Meerwasser und die Meerpflanzen sehr stark anspricht, und zwar hauptsächlich wegen des Jodgehalts. Wer unter starker Basedow-Erkrankung leidet, wie auch alle Hyperthyreotiker sollten die Anwendungen unbedingt dosieren. Sollte jemand an der Meerluft oder beim Meerbad vermehrten Puls und starkes Herzklopfen verspüren, sollte er den Aufenthalt am Strand täglich nur sehr knapp bemessen. Mit der Zeit wird sich der Organismus an den wuchtigen Angriff gewöhnen, so dass sich die Dauer allmählich auf einige Stunden erstrecken darf. Je mehr die Störungen verschwinden, um so länger darf sich unser tägliches Strandleben ausdehnen. Wenn wir stets darauf bedacht sind, uns vernünftig zu verhalten, werden wir auch einen viel rascheren Heilerfolg haben.


Das Meerbad

Das Baden im Meer wird in verschiedener Weise auf uns einwirken. Das Salzwasser hat es an sich, dass es sich osmotisch betätigt, indem es Wasser aus dem Körper zieht. Das hat zur Folge, dass sich jene Leute, die immer etwas Wasser in den Beinen haben, nach einem Meerbad bedeutend wohler fühlen. In der Hinsicht wirken Meerbäder wie Meersalzwickel. Wer zu Fettleibigkeit neigt, nimmt durch Meerbäder in der Regel an Gewicht ab, auch wenn seine Ernährung dabei gleichbleibt. Der Abbau von überflüssigem Fett kann erfolgen, weil das Meer die Schilddrüsen- und Keimdrüsentätigkeit anregt und den gesamten Zellstoffwechsel fördert. Dieser Umstand leistet deshalb auch der schlanken Linie gute Dienste, und sie sich anzueignen tritt daher bei etlichen in den Bereich der Möglichkeit. Die Meerluft und die Meerbäder wirken sich bei Kreislaufstörungen günstig aus. Auch Zuckerkranke ziehen Nutzen aus den Meerbädern, wenn sie viel schwimmen und Strand- oder Dünenwanderungen durchführen. Wem die Managerkrankheit mit ihren gefürchteten Gefahren droht, der sollte nicht zögern, diese durch eine Meerbadekur erfolgreich zu bekämpfen, denn es gibt kaum ein besseres Heilmittel dagegen. Dabei sollte die Verbindung mit der Arbeit unterbunden und nicht durch ein Telefon im Ferienzimmer aufrechterhalten werden. Völliges Ausschalten ist während der Kurzeit unbedingt notwendig, denn nur dann können sich die Vorzüge des Meeraufenthaltes gut auswirken.

Für alle gilt die erfolgverheißende Regel, die während der Kurdauer unbedingt frühzeitiges Zubettgehen fordert. Das hat zu Folge, dass jegliches Nachtleben entfällt, während die Morgenstunde Gold im Munde haben wird, denn es ist nach einer geruhsamen Nacht leicht, frühzeitig zu erwachen und seine morgendliche Strandwanderung völlig erfrischt durchzuführen. Das wird einen herrlichen Appetit verschaffen, so dass das Morgenessen wunderbar munden wird, besonders, wenn es aus einem Fruchtmüesli, einem Honigbrot und Bambukaffee bestehen darf.

Wer es versteht, seine Zeit richtig einzuteilen, wird sich von seinen Ferien am Meeresstrand die ähnliche Wirkung versprechen dürfen wie von jenen in den Bergen. Führen wir dem Körper das zu, was ihm bekömmlich ist, dann werden wir an beiden Orten den gewünschten Erfolg erlangen. Das träge Herumliegen in der heißen Sonne ist nirgendwo von Nutzen. Man muss sich in unverdorbener Luft gründlich bewegen, muss viel und tief atmen und nachts genügend Ruhe einschalten. Wer zugleich auf gesunde Nahrung achtet, ist nach den Ferien wieder fähig, seinem Pflichtenkreis gestärkt und erholt vorzustehen.

27.1.11 16:48, kommentieren

Dampfbäder zu Hause

Zum Erweichen von Stauungen, zum Beseitigen von Wasserverhaltungen, die bei alten Männern in Erscheinung treten können, indem sie den Urin nicht mehr gut zu lösen vermögen, sowie auch gegen Blasenkatarrhe, Blasenentzündungen und Prostatabeschwerden, sollten Dampfbäder gemacht werden.

Sie lassen sich auf einfache Weise zu Hause durchführen. Am besten ist es, wenn man aus Heublumen, Kamille, Quendel und ähnlichen aromatischen Kräutern einen dampfenden Absud bereitet und in einen Kessel gießt, auf den man ein schmales Brettchen legt, wo man sich daraufsetzt. Damit Dampf und Wärme nicht entweichen, muss man sich vom Fuß bis zum Hals mit Tüchern gut zudecken.

Wenn das Sitzen auf einem Brettchen unbequem ist, kann man den Kessel auch unter einen geflochtenen Sessel stellen. Besitzt man keinen solchen, kann man die Sitzfläche eines anderen Stuhles entfernen und den Dampf von unten einwirken lassen. Auf alle Fälle muss man sich stets gut mit Tüchern zudecken.

Damit die Dampfentwicklung stets gut bleibt, muss man den Kräuterabsud, oder falls man nur heißes Wasser genommen hat, wieder erneuern. Praktischer ist es, wenn man den Kräuterabsud auf einer Heizplatte fortlaufend erhitzen kann.

Ein solches Dampfbad im Hause erfordert wenig Arbeit, ist billig und versieht seinen Zweck.

1 Kommentar 27.1.11 16:43, kommentieren

Müde Erde - reiches Meer

Wie viele Flüsse eilen dein Meere zu und wie viele mächtige Ströme tragen mit ihren gewaltigen Wassermassen jährlich Tonnen von Mineralbestandteilen unwiederbringlich für die Erde in die gewaltigen Meeresbecken hinein. Wohl sagte einst Salomo, der den Kreislauf des Wassers erkannte: "Alle Flüsse gehen in das Meer und das Meer wird nicht voll; an den Ort, wohin die Flüsse gehen, dorthin gehen sie immer wieder." Unermüdlich ist diese Reise und unermüdlich dabei auch das Verschwinden der erwähnten Mineralbestandteile. Sie werden trotz dem Kreislauf des Wassers der Erde nicht mehr zurückgegeben, denn das Wasser, das verdunstet und als Regen oder Schnee wieder zur Erde zurückkehrt, ist wie destilliertes Wasser ohne Mineralstoffe. Denken wir dabei nicht nur an die Flüsse, die in unserer Bergwelt entspringen, sondern auch an die weit größeren, z. B. den Amazonas, den Rio Grande, den Mississippi, Ganges und Nil, kurz an alle wasserreichen Ströme unseres Planeten, dann können wir ermessen, welch große Beraubung für unsere Erde die Jahrtausende hindurch stattfand. Regen und Schnee lösen in der Erde ständig Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Jod, Bor und noch viele andere Mineralbestandteile auf, worauf sie mit den Fluten der Flüsse ins Meer gelangen. Dadurch wird unsere Erde immer ärmer und das Meer immer reicher an Mineralbestandteilen.


Naheliegende Abhilfe


Diese Überlegung hat einsichtige Menschen verschiedener Länder veranlasst, vom Meere wieder einiges zurückzuholen, was es in sich hat verschwinden lassen. Da sind die verschiedenen Algenarten, die im Meere gedeihen und aus seinem Reichtum an Mineralbestandteilen Nutzen ziehen. Diese Algen sollen zu Düngezwecken
dienen, um der Erde Stoffe zurückzugeben, die da und dort bereits mangeln. In Kalifornien verwendet man Algen bereits zu Düngezwecken, zu Viehfutter, zu Ergänzungsnahrung, ja sogar zu Medikamenten. Schon vor 40 Jahren hat man in Holland Meerschaum und Algen zum Düngen zugezogen. Seit Jahrhunderten haben Bauern von Frankreich eine sehr kalkreiche Alge als Düngemittel auf die Felder gebracht. Die guten Erfolge, die dadurch erzielt wurden, lenkten die Aufmerksamkeit wissenschaftlicher Kreise auf sich. Prof. Boucher berichtete Erstaunliches über die Wirksamkeit des Pulvers einer rötlichen Alge, das bei den Inseln Glenam, südlich der Bretagne, zum Düngen verwendet wurde. Durch diese Bodenbereicherung war nicht nur ein besseres Pflanzenwachstum zu beobachten, die Pflanzen selbst wurden durch dieses Algenmehl gesünder. Versuche in Gemüse-, Obst- und Beerenkulturen zeigten gute Erfolge, denn Mehltau, Pilze, Schorf, ja sogar tierische Schädlinge wie Blattläuse, sollen durch bloßes Bestäuben mit Algenmehl verschwunden sein. Es diente also nicht bloß zur Bodenverbesserung, sondern wirkte zusätzlich gewissermaßen wie ein Pflanzenheilmittel. In Frankreich ist es unter dem Namen Calmagol bekannt. Während die Meeralge Kelp reich an Jod ist, zeigt die Analyse, dass der Jodgehalt von Lithothamne Calmagol spärlich ist, während es einen reichen Gehalt an leicht löslichem Kalk aufweist.

Prof. Boucher behauptet, dass bei einer Maul- und Klauenseucheepidemie eine Gegend in Frankreich verschont geblieben sei, weil die Bauern dort ihre Felder mit Algenmehl behandelt hätten. Da all diese Berichte aus seriöser Quelle stammen, darf man wohl mit Recht erwarten, dass sie stimmen. Man darf daher annehmen, dass die Meeralgen nicht bloß als Dünger und Bodenverbesserung, sondern sogar auch als Regenerator einer müden, kranken Erde eine wichtige Rolle zu spielen vermögen. Es wäre sicherlich der Mühe wert, wenn viele Landwirte und auch Gartenbesitzer mithelfen würden, diese zum Teil verborgenen Erneuerungs- und Heilkräfte nutzbar zu machen.

1 Kommentar 22.12.10 20:26, kommentieren